Schönheits-OP: 7 Punkte, die Sie vorab klären müssen

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Der Gedanke an eine ästhetische Veränderung ist oft aufregend. Ob Nase, Brust oder Bauch: Der Wunsch, das eigene Spiegelbild mit dem inneren Gefühl in Einklang zu bringen, ist verständlich.

Doch eine Operation ist kein Friseurbesuch, sondern ein medizinischer Eingriff, der gut überlegt sein will. Bevor Sie sich endgültig für eine Schönheits-OP entscheiden, sollten Sie verschiedene Aspekte gründlich prüfen. Diese Checkliste hilft Ihnen, eine sichere und bewusste Entscheidung zu treffen.

1. Die richtige Motivation: Für wen tun Sie es?

Der wichtigste Punkt steht ganz am Anfang: Die Entscheidung muss aus Ihrer eigenen Überzeugung kommen.

Fragen Sie sich ehrlich: Stört mich dieser Makel schon lange, oder reagiere ich auf einen aktuellen Trend in den sozialen Medien? Eine Operation sollte niemals durchgeführt werden, um einem Partner zu gefallen oder einem digitalen Filter nachzueifern. Nur wenn der Wunsch von Ihnen selbst kommt, werden Sie mit dem Ergebnis langfristig glücklich sein.

2. Gesundheit als Fundament

Ihr allgemeiner Gesundheitszustand bestimmt maßgeblich das OP-Risiko. Seien Sie im Vorgespräch absolut ehrlich zu Ihrem Chirurgen.

Chronische Erkrankungen (wie Diabetes oder Schilddrüsenprobleme) müssen gut eingestellt sein. Zwei Faktoren sind besonders kritisch:

  • Blutverdünner: Medikamente wie Aspirin müssen rechtzeitig pausiert werden.
  • Nikotin: Rauchen stört die Wundheilung massiv. Planen Sie ein, mindestens 4 Wochen vor dem Eingriff rauchfrei zu sein.

3. Risiken verstehen und akzeptieren

Jeder chirurgische Eingriff – egal wie routiniert er durchgeführt wird – birgt Risiken. Dazu gehören Infektionen, Wundheilungsstörungen oder Reaktionen auf die Narkose.

Ein seriöser Arzt wird diese Risiken nicht kleinreden, sondern Sie transparent aufklären. Nur wer die möglichen Komplikationen kennt, kann eine mündige Entscheidung treffen.

4. Zeit für die Genesung einplanen

Unterschätzen Sie nicht, was Ihr Körper leistet. Nach der OP benötigen Sie Ruhe. Die Ausfallzeit variiert je nach Eingriff:

  • Gesellschaftsfähigkeit: Oft nach 1–2 Wochen gegeben.
  • Sportfähigkeit: Meist erst nach 6 Wochen.

Planen Sie Ihren Urlaub oder Ihre Krankschreibung großzügig, damit Sie sich ohne Stress vollständig erholen können.

5. Realistische Erwartungen

Die Plastische Chirurgie kann harmonisieren, verjüngen und formen – aber sie kann nicht zaubern. Ziel ist eine Optimierung, keine Perfektion.

Ein guter Chirurg wird Ihnen ehrlich sagen, was anatomisch machbar ist und wo die natürlichen Grenzen liegen. Wer mit einem realistischen Blick in die Behandlung geht, schützt sich vor Enttäuschungen.

6. Die Wahl des Experten: Augen auf beim Titel

In Deutschland ist der Begriff „Schönheitschirurg“ nicht geschützt. Jeder Arzt darf sich so nennen. Achten Sie daher unbedingt auf den Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“.

Dieser Titel garantiert eine jahrelange, spezialisierte Weiterbildung. Fragen Sie nach Zertifizierungen und lassen Sie sich Vorher-nachher-Bilder früherer Patienten zeigen, um die Handschrift des Operateurs kennenzulernen.

7. Alternativen prüfen

Muss es immer das Skalpell sein? In manchen Fällen liefern minimal-invasive Methoden wie Filler, Botox oder moderne Laserbehandlungen hervorragende Ergebnisse bei deutlich geringerem Risiko. Lassen Sie sich objektiv beraten, ob eine OP wirklich der einzige Weg zu Ihrem Wunschergebnis ist.

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