Der Schritt zu einer ästhetischen Operation ist getan – herzlichen Glückwunsch zu diesem Mut! Doch das Ergebnis hängt nicht allein vom Können des Chirurgen ab. Die Phase nach dem Eingriff (Post-OP) ist mindestens genauso wichtig.
Ob Brust, Bauch oder Gesicht: Ihr Körper muss nun Höchstleistung vollbringen, um sich zu regenerieren. Schwellungen und blaue Flecken sind dabei völlig normale Begleiter. Mit der richtigen Nachsorge können Sie diesen Prozess jedoch aktiv unterstützen und das Endergebnis positiv beeinflussen. Hier sind unsere 5 wichtigsten medizinischen Ratschläge.
1. Wasser als Motor der Entgiftung
Nach der Narkose ist Ihr Körper damit beschäftigt, Medikamentenreste abzubauen. Unterstützen Sie ihn dabei, indem Sie täglich 2 bis 3 Liter stilles Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
Eine gute Hydratation hilft nicht nur, Giftstoffe auszuschwemmen, sondern beugt auch der häufigen Verstopfung nach Schmerzmitteln vor. Zudem sorgt Wasser dafür, dass Nährstoffe schneller zur Wunde transportiert werden, was den Zellaufbau beschleunigt.
2. Ruhe und sanfte Bewegung
Gönnen Sie sich eine Auszeit. In den ersten sechs Wochen sind schweres Heben und intensives Cardio-Training tabu, da dies den Blutdruck erhöht und Nachblutungen auslösen kann.
Absolute Bettruhe ist jedoch auch nicht ideal. Wir empfehlen leichte, kurze Spaziergänge alle paar Stunden. Dies regt den Kreislauf sanft an und ist die beste Vorbeugung gegen Thrombosen. Hören Sie auf Ihren Körper: Wenn es zieht oder schmerzt, machen Sie langsamer.
3. Hygiene und Narbenpflege
Eine saubere Wunde ist die Basis für eine unauffällige Narbe. Duschen ist meist nach wenigen Tagen erlaubt, doch Vollbäder und Schwimmbadbesuche sollten für mindestens sechs Wochen vermieden werden, um die Wundränder nicht aufzuweichen.
Waschen Sie sich vor jedem Verbandswechsel gründlich die Hände. Sobald die Fäden gezogen sind und die Wunde geschlossen ist, beginnt die eigentliche Narbenpflege: Spezielle Silikonele oder Narbenmassagen helfen, das Gewebe weich und geschmeidig zu halten.
4. Power-Food: Proteine statt Zucker
Ihr Körper braucht jetzt Baustoffe. Während Beeren wichtige Antioxidantien liefern, ist hochwertiges Protein (Eiweiß) der wichtigste Faktor für die Wundheilung. Integrieren Sie Fisch, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte oder Quark in Ihren Speiseplan.
Ein wichtiger ärztlicher Rat: Verzichten Sie in der Heilungsphase strikt auf Nikotin und Alkohol. Beide Gifte verengen die Gefäße und können zu ernsthaften Wundheilungsstörungen führen.
5. Konsequenter Sonnenschutz
Frische Narben verfügen über keinen eigenen UV-Schutz. Trifft Sonne auf das junge Gewebe, kann es sich dunkel verfärben (Hyperpigmentierung) – und diese Flecken bleiben oft dauerhaft.
Schützen Sie die operierten Areale im ersten Jahr konsequent vor direkter Sonne. Wenn sich Kleidung nicht vermeiden lässt, nutzen Sie einen Sunblocker mit Lichtschutzfaktor 50+. So bleibt die Narbe später blass und kaum sichtbar.
Fazit
Geduld ist nach einer Schönheits-OP Ihre wichtigste Tugend. Geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er braucht. Wenn Sie diese Tipps befolgen, werden Sie schon bald nicht nur genesen sein, sondern Ihr neues Spiegelbild voller Selbstbewusstsein genießen können.