Für viele Menschen sind straffe Beine ein Symbol für Fitness. Doch die Realität sieht oft anders aus: Trotz Sport und gesunder Ernährung hält sich hartnäckiges Fett an den Innenseiten der Oberschenkel, oder die Haut erschlafft nach einer starken Gewichtsabnahme massiv.
Wenn sich die Oberschenkel beim Gehen berühren und die Haut aneinander reibt, ist das nicht nur ein ästhetisches Problem. Es führt oft zu schmerzhaften Entzündungen und schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Eine professionelle Oberschenkelstraffung (Oberschenkelplastik) kann hier Abhilfe schaffen und die Beine harmonisch neu formen.
Wann ist eine Oberschenkelstraffung sinnvoll?
Dieser Eingriff richtet sich vor allem an Patienten, die unter einem deutlichen Hautüberschuss leiden. Die häufigsten Ursachen sind:
- Massiver Gewichtsverlust: Nach einer Diät oder bariatrischen OP bildet sich der Hautmantel oft nicht zurück.
- Alterungsprozesse: Das Bindegewebe verliert natürlich an Elastizität.
- Genetik: Eine angeborene Bindegewebsschwäche kann früh zu schlaffer Haut führen.
Medizinisch ist der Eingriff besonders ratsam, wenn funktionelle Beschwerden auftreten – etwa wenn die Hautfalten beim Laufen scheuern (Intertrigo) oder das Kaufen von passenden Hosen zur Qual wird.
Die Methoden: C-Schnitt oder T-Schnitt?
Je nach Ausmaß des Hautüberschusses wählen wir die passende Technik, um das bestmögliche Ergebnis bei minimalen Narben zu erzielen.
- C-Schnitt (Horizontal): Bei moderater Erschlaffung wird der Schnitt in der Leistenbeuge versteckt. Die Narbe verschwindet später im Slip-Bereich.
- T-Schnitt (Vertikal): Bei sehr viel überschüssiger Haut (oft nach extremer Abnahme) ist zusätzlich ein senkrechter Schnitt an der Innenseite des Oberschenkels nötig. Nur so kann der gesamte Umfang effektiv gestrafft werden.
Oft wird der Eingriff mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) kombiniert, um die Übergänge weicher und harmonischer zu gestalten.
Körperformung nach der Schwangerschaft
Auch eine Schwangerschaft kann Spuren hinterlassen. Wenn sich die Haut trotz Rückbildungsgymnastik nicht erholt und die Familienplanung abgeschlossen ist, bietet die Straffung eine Möglichkeit, die ursprüngliche Silhouette wiederherzustellen und das Wohlbefinden als Frau zu stärken.
Heilung und Nachsorge
Da die Beine im Alltag stark beansprucht werden, ist die Erholungsphase wichtig.
- Schonung: Planen Sie ca. 2–3 Wochen Arbeitsausfall ein.
- Kompression: Eine spezielle Kompressionshose muss für 6 Wochen getragen werden, um Schwellungen zu minimieren und die Haut anzulegen.
- Pflege: Da die Narbe nah am Schritt liegt, ist eine penible Hygiene entscheidend, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden.
Fazit: Beratung schafft Sicherheit
Da es sich um einen operativen Eingriff handelt, ist eine ausführliche Analyse Ihrer Anatomie unerlässlich. Ein erfahrener Facharzt klärt Sie transparent über die zu erwartenden Narben und das ästhetische Ergebnis auf, damit Sie eine sichere Entscheidung treffen können.