Viele Frauen, die Kinder bekommen haben, kennen das Gefühl: Das Mutterglück ist riesig, doch der Blick in den Spiegel zeigt einen fremden Körper. Trotz gesunder Ernährung und Sport bilden sich überschüssige Haut am Bauch oder eine leere Brust oft nicht mehr zurück.
Ein Mommy Makeover ist für viele der Schlüssel, um die körperlichen Spuren der Schwangerschaft zu korrigieren. Doch bevor Sie sich für diesen Schritt entscheiden, sollten Sie diese fünf medizinischen Fakten kennen.
1. Das Ziel ist Formung, nicht Gewichtsverlust
Es ist ein häufiges Missverständnis: Dieser Eingriff ist kein Ersatz für eine Diät. Er dient dem Body Contouring – also der Formung der Silhouette.
Medizinisch gesehen erzielen Sie die besten und sichersten Ergebnisse, wenn Sie Ihr Idealgewicht bereits weitgehend erreicht haben. Ein stabiles Gewicht vor der OP ist entscheidend, damit das gestraffte Gewebe langfristig in Form bleibt und das Ergebnis nicht durch spätere Schwankungen beeinträchtigt wird.
2. Individuelle Kombination mit Sicherheits-Check
Kein Körper gleicht dem anderen. Daher wird der Behandlungsplan maßgeschneidert. Typische Bausteine sind eine Bauchdeckenstraffung, eine Brustkorrektur oder eine Fettabsaugung.
Zwar ist es oft möglich, diese Eingriffe in einer einzigen Narkose zu kombinieren, doch die Patientensicherheit hat Vorrang. Bei sehr umfangreichen Wünschen kann es medizinisch sinnvoller sein, die Operationen auf zwei Termine zu verteilen, um die Belastung für den Kreislauf gering zu halten.
3. Timing: Warten Sie auf den richtigen Moment
Geduld zahlt sich aus. Da eine erneute Schwangerschaft das gestraffte Gewebe wieder dehnen würde, sollte die Familienplanung abgeschlossen sein.
Auch nach der Geburt braucht der Körper Zeit. Wir empfehlen, mindestens sechs Monate nach dem Abstillen zu warten. Erst dann haben sich die Milchdrüsen zurückgebildet und der Hormonhaushalt hat sich normalisiert, was für ein dauerhaftes Ergebnis der Brustform essenziell ist.
4. Realistische Erwartungen
Die Plastische Chirurgie kann Wunder bewirken, aber sie kann nicht zaubern. Ziel ist eine deutliche Verbesserung und eine harmonische Silhouette, nicht absolute Perfektion.
Ein erfahrener Chirurg wird Ihnen im Beratungsgespräch ehrlich aufzeigen, was machbar ist. Mit dieser Transparenz und einer positiven Einstellung werden Sie mit dem Ergebnis deutlich zufriedener sein.
5. Organisation ist alles: Die Zeit danach
Unterschätzen Sie die Erholungsphase nicht. Gerade als Mutter sind Sie im Alltag gefordert, doch nach der OP gilt ein striktes Hebeverbot (meist für 6 Wochen).
Das bedeutet: Sie dürfen Ihre kleinen Kinder in dieser Zeit nicht tragen. Organisieren Sie daher rechtzeitig Unterstützung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung. Gönnen Sie Ihrem Körper die nötige Ruhe, damit die Narben fein verheilen und Sie Ihre neue Form bald unbeschwert genießen können.