Mit den Jahren verliert das Gesicht seine jugendliche Festigkeit. Die Wangen sinken ab, die Konturen an der Kieferlinie verschwimmen, und der Blick in den Spiegel wirkt oft müder, als man sich eigentlich fühlt.
Viele Menschen entscheiden sich deshalb für eine ästhetische Korrektur, um die Uhr optisch etwas zurückzudrehen. Ein Facelift (Gesichtsstraffung) ist der effektivste Weg, um abgesunkene Gesichtszüge anzuheben und eine frischere Ausstrahlung zurückzugewinnen. Doch wie läuft eine solche Operation genau ab und worauf müssen Sie sich einstellen?
Das Beratungsgespräch vor dem Facelift
Jeder Eingriff beginnt mit einer ausführlichen Analyse. Ein erfahrener Facharzt prüft Ihre Hautbeschaffenheit und Knochenstruktur.
Hierbei wird entschieden, welche Technik für Sie sinnvoll ist. Moderne Chirurgen straffen heute nicht mehr nur die Haut (was künstlich wirken kann), sondern positionieren auch das darunterliegende Gewebe (SMAS) neu. Dies garantiert ein natürliches Ergebnis, ohne dass die Mimik starr wirkt. Nutzen Sie diesen Termin, um alle Fragen zu stellen und realistische Erwartungen zu entwickeln.
Vorbereitung: Die Basis für eine gute Heilung
Sie können aktiv dazu beitragen, dass die Operation komplikationslos verläuft. Eine vitaminreiche Ernährung stärkt das Immunsystem vor dem Eingriff.
Ein absolutes Muss ist der Verzicht auf Nikotin. Rauchen stört die Durchblutung der feinen Hautlappen massiv und erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen. Wir empfehlen daher dringend, mindestens 4 Wochen vor der OP auf Zigaretten zu verzichten, um eine sichere Genesung zu gewährleisten.
Der Tag der Facelift-Operation
Der Eingriff erfolgt meist in Vollnarkose und dauert – je nach Umfang – etwa drei bis vier Stunden. Da Sie nüchtern erscheinen müssen, sollten Sie etwa sechs Stunden vor der OP nichts mehr essen.
Nach dem Aufwachen werden Sie engmaschig überwacht. Um Wundwasser abzuleiten, werden oft kleine Drainagen gelegt, die meist schon am nächsten Tag entfernt werden. Je nach Befinden bleiben Sie eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik, um sich optimal zu erholen.
Die ersten Tage nach dem Facelift
Seien Sie geduldig mit Ihrem Spiegelbild. In den ersten Tagen sind Schwellungen und ein Spannungsgefühl völlig normal.
Nach der Entfernung der Verbände tragen Sie meist eine spezielle Kompressionsmaske. Sie stützt das Gewebe und hilft, Schwellungen schneller abzubauen. Ein vorübergehendes Taubheitsgefühl an den Wangen oder Ohren ist ebenfalls typisch und verschwindet, sobald sich die Nerven regeneriert haben.
Langzeitergebnis: Wie lange hält die Straffung?
Etwa eine Woche nach der OP werden die Fäden entfernt. Nach zwei Wochen sind die meisten Patienten wieder „gesellschaftsfähig“, auch wenn letzte Blutergüsse noch leicht abgedeckt werden müssen.
Bis die Narben vollständig verblasst sind, kann es bis zu einem Jahr dauern. Das Ergebnis ist jedoch nachhaltig: Viele Patienten erfreuen sich etwa zehn Jahre an ihrem verjüngten Aussehen, bevor die natürliche Hautalterung wieder sichtbar wird.