Der Entschluss zu einer Brust-OP ist gefallen, die Vorfreude auf das neue Körpergefühl ist groß. Doch ein schönes Ergebnis hängt nicht allein vom Geschick des Chirurgen ab. Ihr Verhalten vor und nach dem Eingriff spielt eine entscheidende Rolle für die Wundheilung und Ästhetik.
Mit der richtigen Planung können Sie Risiken minimieren und Komplikationen aktiv vorbeugen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Körper optimal auf die Brustvergrößerung vorbereiten und was in der Erholungsphase wichtig ist.
Die Vorbereitung: Sicherheit beginnt vor der OP
Damit der Eingriff unter optimalen Bedingungen stattfinden kann, sind einige medizinische Checks notwendig. Oft empfiehlt der Chirurg eine Basismammographie, um den aktuellen Zustand des Brustgewebes zu dokumentieren.
Ein kritischer Faktor ist Ihr Lifestyle:
- Rauchen: Nikotin verengt die Gefäße und stört die Durchblutung. Stellen Sie das Rauchen idealerweise 4 Wochen vor dem Termin ein, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden.
- Medikamente: Blutverdünnende Mittel (wie Aspirin oder ASS) erhöhen das Nachblutungsrisiko. Diese müssen in Absprache mit dem Arzt rechtzeitig pausiert oder umgestellt werden.
Der OP-Tag: Aufwachen und wohlfühlen
Direkt nach dem Eingriff werden Sie im Aufwachraum überwacht, bis die Narkose vollständig abgeklungen ist. Sie tragen bereits einen speziellen Verband oder Stütz-BH, der die Brust stabilisiert und schützt.
Da Ihre Beweglichkeit eingeschränkt ist und die Medikamente die Reaktionsfähigkeit beeinflussen, dürfen Sie keinesfalls selbst Auto fahren. Organisieren Sie eine Begleitperson, die Sie sicher nach Hause (oder ins Hotel) bringt und in der ersten Nacht bei Ihnen bleibt.
Die Nachsorge: Geduld für die neue Form
In den ersten Tagen ist körperliche Schonung das oberste Gebot. Ihr Arzt verschreibt Ihnen Schmerzmittel und bei Bedarf Antibiotika, um eine infektionsfreie Heilung zu sichern.
Entscheidend für die Formgebung ist die Kompressionswäsche:
- Stütz-BH & Stuttgarter Gürtel: Diese Kombination müssen Sie meist für 6 Wochen Tag und Nacht tragen. Der Gurt verhindert, dass die Implantate nach oben rutschen.
- Schlafposition: Schlafen Sie in den ersten Wochen strikt auf dem Rücken, um keinen Druck auf die Brust auszuüben.
Langfristige Ergebnisse sichern
Die Heilung verläuft in Phasen. Während Sie oft schon nach einer Woche wieder gesellschaftsfähig sind, sollten Sport und schweres Heben für mindestens 6 Wochen tabu sein.
Auch Jahre nach der OP ist Aufmerksamkeit gefragt. Implantate sind Medizinprodukte, die zwar sehr haltbar, aber keine „Lebenszeit-Garantie“ haben. Wir empfehlen jährliche Kontrolltermine beim Gynäkologen (Ultraschall), um den Sitz und die Hülle der Implantate zu prüfen. Wer diese Routine einhält, wird viele Jahre Freude an seinem neuen, femininen Selbstbewusstsein haben.