Brustvergrößerung: Implantate oder Eigenfett?

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Der Wunsch nach einer volleren Brust hat viele Facetten. Für manche Frauen geht es um das Ausgleichen von Proportionen, für andere um die Wiederherstellung der weiblichen Silhouette nach Schwangerschaft, Stillzeit oder Gewichtsverlust.

Unabhängig vom persönlichen Beweggrund ist das Ziel meist identisch: Ein harmonisches Körperbild, das das Selbstbewusstsein stärkt und das Gefühl der Weiblichkeit unterstreicht. Die moderne Plastische Chirurgie bietet heute zwei bewährte Wege zur Brustvergrößerung, die wir hier im Detail vergleichen.

Option 1: Der Goldstandard mit Implantaten

Die Augmentation mit Implantaten ist weltweit die am häufigsten gewählte Methode. Während früher oft Kochsalzlösungen verwendet wurden (wie im Originaltext erwähnt), ist in Europa heute kohäsives Silikongel der absolute Standard.

Warum Silikon? Moderne Implantate bieten eine natürliche Haptik und sind formstabil. Sie sind in verschiedensten Formen (rund oder tropfenförmig) und Oberflächenstrukturen erhältlich, was eine individuelle Anpassung an Ihre Anatomie ermöglicht.

Vorteile und Risiken: Der größte Vorteil ist die präzise Planbarkeit von Form und Volumen. Wie bei jeder OP gibt es Risiken, etwa eine Infektion oder die sogenannte Kapselfibrose (eine Verhärtung des Gewebes um das Implantat). Durch hochwertige Materialien und sterile OP-Techniken lassen sich diese jedoch minimieren.

Option 2: Die natürliche Alternative mit Eigenfett

Für Frauen, die Fremdkörper ablehnen und nur eine moderate Vergrößerung wünschen, ist das Lipofilling eine spannende Option.

Hierbei wird Fett an Problemzonen (wie Bauch oder Oberschenkel) abgesaugt, aufbereitet und sanft in die Brust injiziert. Das Ergebnis ist besonders weich und wirkt sehr authentisch.

Vorteile und Risiken: Sie profitieren doppelt: Eine straffere Figur an den Entnahmestellen und mehr Volumen im Dekolleté. Da es sich um körpereigenes Gewebe handelt, gibt es keine Abstoßungsreaktionen. Zu beachten ist jedoch, dass ein Teil des Fettes vom Körper wieder abgebaut (resorbiert) werden kann, weshalb manchmal eine zweite Sitzung nötig ist.

Die Heilungsphase: Was Sie erwartet

Der Körper braucht Zeit zur Regeneration. Schwellungen, Blutergüsse oder ein leichtes Spannungsgefühl sind in den ersten Tagen völlig normal.

  • Bei Implantaten: Die Erholung dauert etwas länger. Sie sollten sich schonen und den speziellen Stütz-BH konsequent tragen.
  • Bei Eigenfett: Da der Eingriff minimal-invasiver ist, klingen Beschwerden oft schneller ab – meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Eingriff schmerzhaft?

In den ersten Tagen sind leichte bis mäßige Schmerzen normal, die sich oft wie ein starker Muskelkater anfühlen. Mit den verschriebenen Medikamenten sind diese jedoch sehr gut kontrollierbar.

Verändert sich die Brustgröße noch einmal?

Ja, hormonelle Schwankungen, Gewichtszunahme oder die Menopause können das Volumen auch nach der OP noch beeinflussen. Ein stabiles Körpergewicht hilft, das schöne Ergebnis dauerhaft zu bewahren.

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