Brustvergrößerung: Die optimale Schlafposition nach der OP

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Schlaf ist die beste Medizin – das gilt besonders nach einer Operation. Während wir ruhen, arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren, Zellen regenerieren sich und Wunden heilen. Doch nach einer Brustvergrößerung stehen viele Patientinnen vor einer Herausforderung: Die gewohnte Schlafposition ist plötzlich tabu.

Um das ästhetische Ergebnis nicht zu gefährden und Schmerzen zu vermeiden, ist die richtige Lagerung in den ersten Wochen entscheidend. Hier erfahren Sie, wie Sie trotz Einschränkungen erholsam durch die Nacht kommen.

Warum ist die Rückenlage nach der Brustvergrößerung Pflicht?

Für Bauch- oder Seitenschläfer ist es eine Umstellung, aber sie ist alternativlos: Sie müssen in den ersten Wochen konsequent auf dem Rücken schlafen.

Dies hat anatomische Gründe. Die Implantate müssen erst in ihrer „Tasche“ einheilen. Würden Sie auf der Seite oder dem Bauch schlafen, könnte das Implantat durch den Druck verrutschen oder rotieren. Zudem würde das Gewicht den frischen Narbenbereich belasten. Medizinisch gilt daher meist: 6 Wochen strikte Rückenlage.

Hochlagern gegen die Schwellung

Besonders in den ersten 14 Tagen empfehlen wir nicht nur die Rückenlage, sondern auch eine erhöhte Oberkörperposition (ca. 45 Grad).

Warum? Diese Position nutzt die Schwerkraft. Wundwasser und Lymphflüssigkeit können besser abfließen, was Schwellungen und Spannungsgefühle im Brustbereich deutlich schneller reduziert. Bauen Sie sich am besten eine „Kissenburg“ oder nutzen Sie ein verstellbares Lattenrost.

Tipps für mehr Komfort und weniger Rückenschmerzen

Wochenlang nur auf dem Rücken zu liegen, kann den unteren Rücken belasten. Ein einfacher Trick aus der Physiotherapie hilft: Legen Sie ein Kissen unter die Kniekehlen.

Dies entlastet die Lendenwirbelsäule und verhindert ein Hohlkreuz. Zusätzlich bieten sogenannte V-Kissen oder Stillkissen seitlichen Halt. Sie verhindern, dass Sie sich im Schlaf unbewusst auf die Seite drehen.

Wann darf ich wieder normal schlafen?

Geduld ist gefragt. Die erhöhte Position (Oberkörper hoch) können Sie oft schon nach zwei Wochen aufgeben, wenn die gröbsten Schwellungen abgeklungen sind.

Die Rückenlage sollten Sie jedoch meist für volle 6 Wochen beibehalten. Erst wenn der Chirurg bei der Nachkontrolle bestätigt, dass die Implantate fest eingeheilt sind, dürfen Sie sich wieder vorsichtig auf die Seite drehen.

Schmerzmanagement in der Nacht

Ein leichtes Druckgefühl oder Ziehen ist in den ersten Nächten normal, da sich die Haut dehnt. Nehmen Sie Ihre Schmerzmittel in den ersten Tagen genau nach Plan ein, um entspannt einschlafen zu können.

Eine entspannte Abendroutine – etwa ein warmes Bad (nur bis zur Hüfte!) oder Lesen – hilft dem Körper zusätzlich, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken.

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