Brustvergrößerung: Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten

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Der Entschluss zu einer Brust-OP fällt meist nicht über Nacht. Viele Frauen recherchieren monatelang und konsultieren mehrere Chirurgen, bevor sie sich sicher fühlen. Besonders wenn Sie eine Brustvergrößerung in der Türkei in Erwägung ziehen, ist gute Information der Schlüssel zur Sicherheit.

Damit Sie beim Beratungsgespräch die richtigen Fragen stellen, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst. Hier ist der Faktencheck.

1. Sind Brustimplantate sicher?

Ja, moderne Implantate unterliegen strengsten Qualitätskontrollen. In Europa kommen heute fast ausschließlich Implantate aus kohäsivem Silikongel zum Einsatz. Diese sind „auslaufsicher“ (schnittfest) und haben eine texturierte Oberfläche, die das Risiko von Komplikationen minimiert. Studien bestätigen seit Jahren, dass sie eine verlässliche und bewährte Option sind.

2. Wie lange halten die Implantate?

Es gibt kein festes „Verfallsdatum“. Die alte Regel, dass Implantate alle 10 Jahre getauscht werden müssen, ist medizinisch überholt. Dennoch halten sie nicht ewig. Im Durchschnitt verbleiben sie 10 bis 15 Jahre im Körper. Ein Wechsel erfolgt meist nur bei medizinischer Notwendigkeit (z. B. Kapselfibrose) oder wenn sich Ihre ästhetischen Wünsche ändern.

3. Was ist besser: Silikon oder Kochsalz?

Hier ist die medizinische Antwort für den europäischen Raum eindeutig: Silikon.

  • Kochsalzimplantate sind veraltet. Sie fühlen sich oft unnatürlich prall an und können „gluckernde“ Geräusche verursachen.
  • Silikongel-Implantate bieten eine natürliche Haptik und Formstabilität. Sie ahmen das echte Brustgewebe täuschend echt nach und sind daher der heutige Goldstandard.

4. Welche Größe passt zu mir?

Größe ist nicht alles – auf die Proportionen kommt es an. Ein erfahrener Chirurg misst Ihre Schulterbreite, Ihren Brustkorb und die Dicke Ihres Eigengewebes. Mithilfe von Probe-Implantaten oder 3D-Simulationen wird ermittelt, welches Volumen eine harmonische Silhouette zaubert, ohne „aufgesetzt“ zu wirken.

5. Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Transparenz ist wichtig. Doch Vorsicht bei „Dumping-Preisen“. Die Kosten einer Brustvergrößerung decken nicht nur das Honorar, sondern auch die Qualität der Markenimplantate, die Narkose und die Hygienestandards der Klinik ab. Sparen Sie nie an Ihrer Sicherheit – Qualität hat ihren berechtigten Preis.

6. Wie läuft die Operation ab?

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Zu Ihrer Sicherheit empfehlen wir, anders als bei kleineren Eingriffen, eine Nacht stationär in der Klinik zu bleiben. So können Drainagen und Kreislauf optimal überwacht werden.

7. Über oder unter den Muskel?

Die Positionierung (Lage) beeinflusst das Ergebnis maßgeblich:

  • Unter dem Muskel (Submuskulär): Ideal bei schlanken Frauen, da das Implantat besser abgedeckt wird und der Übergang weicher und natürlicher wirkt.
  • Über dem Muskel: Nur bei ausreichendem Eigengewebe empfehlenswert.
  • Oft wird heute die „Dual-Plane-Technik“ genutzt, die die Vorteile beider Methoden vereint.

8. Wo wird der Schnitt gesetzt?

Es gibt drei Zugänge: Unterbrustfalte, Achsel oder Warzenhof. Der Standard ist der Schnitt in der Unterbrustfalte. Er bietet dem Chirurgen die beste Sicht und die Narbe verschwindet später diskret im Schatten der Brust.

9. Wie lange dauert die Heilung?

Planen Sie etwa eine Woche Urlaub ein, bis Sie wieder gesellschaftsfähig sind. Körperliche Schonung ist jedoch länger angesagt:

  • Sportverbot: 6 Wochen.
  • Kompressions-BH: Muss 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden.
  • Nur so kann das Gewebe stabil verwachsen.

10. Kann ich später noch stillen?

In den meisten Fällen: Ja. Da die Implantate meist hinter der Brustdrüse oder dem Muskel liegen, bleibt das Drüsengewebe unberührt. Wenn Ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, besprechen Sie dies offen mit Ihrem Arzt – er wird eine Schnitttechnik wählen, die die Milchgänge schont.

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