Wer unzufrieden mit dem eigenen Dekolleté ist, steht oft vor einer entscheidenden Frage: Brauche ich einfach nur mehr Volumen oder muss die Brust angehoben werden? Eine ästhetische Brustoperation kann Ihre Körperkontur harmonisieren und Ihnen zu einem jüngeren Erscheinungsbild verhelfen.
Doch die Wahl des richtigen Verfahrens sorgt oft für Verwirrung. Die Entscheidung zwischen einer Brustvergrößerung und einer Bruststraffung hängt maßgeblich von Ihrer körperlichen Ausgangslage ab. Hier erfahren Sie, wo die medizinischen Unterschiede liegen und was für Ihre Ziele am besten geeignet ist.
Wann ist eine Brustvergrößerung die richtige Wahl?
Wenn Sie sich eine vollere Brust wünschen – etwa weil diese von Natur aus klein ist oder nach einer Schwangerschaft an Volumen verloren hat – ist die Brustvergrößerung der richtige Weg.
Das Hauptziel hierbei ist der Volumenaufbau. In Europa kommen dabei überwiegend hochwertige Implantate aus kohäsivem Silikongel zum Einsatz, die eine besonders natürliche Haptik bieten. Wichtig zu wissen: Ein Implantat füllt die Brust, hebt sie aber nur minimal an.
Wann ist eine Bruststraffung notwendig?
Eine Mastopexie (medizinisch für Bruststraffung) vergrößert die Brust nicht. Ihr Ziel ist die Formverbesserung und Verjüngung. Sie ist die ideale Lösung, wenn:
- Die Brusthaut durch Gewichtsverlust oder Alterung erschlafft ist.
- Die Brustwarzen nach unten zeigen oder unterhalb der Unterbrustfalte liegen (sogenannte Ptosis).
Bei diesem Eingriff entfernt der Chirurg überschüssige Haut, formt das Drüsengewebe neu und setzt die Brustwarze an eine höhere Position. Das Ergebnis ist eine festere, jugendliche Brust, die wieder „steht“ statt zu hängen.
Entscheidungshilfe: Symmetrie und Position
Ein einfacher Selbsttest hilft oft bei der Einschätzung: Klemmen Sie einen Bleistift in die Unterbrustfalte. Fällt er herunter? Dann ist die Brust meist straff genug für ein Implantat. Wird er von der hängenden Brust festgehalten? Dann ist wahrscheinlich eine Bruststraffung notwendig.
Auch bei Asymmetrien spielt die Wahl eine Rolle: Ist eine Brust einfach nur kleiner, hilft ein Implantat. Hängt eine Brust jedoch tiefer als die andere, muss meist gestrafft werden, um Symmetrie zu erreichen.
Bruststraffung mit Implantat kombiniert
Oft ist das Problem zweigeteilt: Die Brust hängt und ist leer (z. B. nach der Stillzeit). In diesem Fall müssen Sie sich nicht entscheiden.
Die effektivste Lösung ist oft eine Kombination aus beiden Verfahren (Augmentationsmastopexie). Dabei wird die schlaffe Haut entfernt, während gleichzeitig ein Implantat eingesetzt wird, um das verlorene Volumen im oberen Brustbereich (Dekolleté) wieder aufzufüllen. Dies liefert oft die natürlichsten Ergebnisse.
Fazit
Ob Volumenaufbau, Lifting oder beides: Ein erfahrener Facharzt analysiert Ihre Gewebebeschaffenheit und Hautelastizität genau, um den Behandlungsplan zu erstellen, der Ihre Wünsche sicher und harmonisch erfüllt.