Viele Menschen investieren viel Energie in Sport und gesunde Ernährung, um ihr Wunschgewicht zu erreichen. Doch der Körper reagiert nicht immer wie erhofft. Die Genetik bestimmt oft, wo wir abnehmen – und wo hartnäckige Polster oder leere Hauthüllen bleiben.
Wenn trotz eiserner Disziplin Hautüberschüsse zurückbleiben, stehen Patienten oft vor der Wahl zwischen zwei effektiven Verfahren: dem Body Lift und der Bauchdeckenstraffung. Doch wo liegt der genaue Unterschied und welcher Eingriff ist der richtige für Ihre Körperformung?
Was ist ein Body Lift?
Ein Body Lift (oft auch „Lower Body Lift“ genannt) ist die umfassendere Lösung. Er wird empfohlen, wenn eine deutliche Hauterschlaffung nicht nur am Bauch, sondern zirkulär um den Körper vorliegt.
Faktoren wie massive Gewichtsabnahme oder eine genetische Bindegewebsschwäche führen oft dazu, dass auch Gesäß, Hüften und der untere Rücken betroffen sind. Ein Body Lift strafft diesen gesamten Bereich in einem Schritt wie ein Gürtel. Das Ergebnis ist eine rundum harmonischere und definiertere Silhouette.
Ablauf: Die 360-Grad-Straffung
Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und dauert aufgrund seiner Komplexität meist vier bis fünf Stunden. Der Chirurg setzt den Schnitt einmal komplett um den Beckenbereich herum.
Dabei wird überschüssiges Gewebe entfernt und die verbleibende Haut angehoben (Lifting-Effekt für Po und Oberschenkel). Tiefe Nähte im Gewebe verankern die neue Form stabil. Obwohl erste Ergebnisse sofort sichtbar sind, benötigt der Körper einige Wochen, bis Schwellungen abklingen und die endgültige Körperform sichtbar wird.
Was ist eine Bauchdeckenstraffung?
Die Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) konzentriert sich, wie der Name sagt, rein auf die Vorderseite. Sie ist der Klassiker für Frauen nach der Schwangerschaft oder Patienten, die primär am Bauch Probleme haben.
Ein entscheidender Vorteil: Neben der Hautentfernung werden oft auch die auseinandergewichenen Bauchmuskeln (Rektusdiastase) wieder vernäht und gestrafft. Dies sorgt für einen flacheren Bauch und eine festere Bauchwand, die durch Training allein oft nicht wiederhergestellt werden kann. Voraussetzung für ein dauerhaftes Ergebnis ist ein stabiles Körpergewicht.
Ablauf: Der Weg zum flachen Bauch
Auch dieser Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Der Schnitt verläuft horizontal im tiefen Unterbauch (Bikinizone), sodass er später gut durch Unterwäsche verdeckt werden kann.
Nach der Straffung der Muskeln und der Entfernung der Haut wird der Bauchnabel oft neu positioniert. Verschlossen wird die Wunde heute meist mit feinen, selbstauflösenden Fäden, um Narben so unauffällig wie möglich zu halten. In den ersten Tagen nach der OP sollten Sie leicht gebückt gehen, um die Spannung von der Naht zu nehmen; nach etwa zwei Wochen ist ein aufrechter Gang meist wieder problemlos möglich.
Fazit: Welches Verfahren ist für Sie geeignet?
Die Entscheidung hängt von Ihrer Anatomie ab.
- Wenn Hautüberschüsse an Bauch, Rücken und Po bestehen, bietet das Body Lift die umfassendere Rundum-Lösung.
- Wenn sich das Problem auf die vordere Bauchwand beschränkt, ist die Bauchdeckenstraffung die gezieltere Wahl.
Beide Eingriffe können Ihre Lebensqualität massiv verbessern – vorausgesetzt, die Nachsorge wird konsequent beachtet.