Der Eingriff ist geschafft, der Traum vom flachen Bauch ist Wirklichkeit geworden. Doch das endgültige ästhetische Ergebnis hängt nicht nur vom Chirurgen ab, sondern maßgeblich von Ihrer Disziplin in den Wochen danach.
Der Heilungsverlauf nach einer Bauchdeckenstraffung erfordert Geduld. Da oft nicht nur Haut entfernt, sondern auch die Bauchmuskulatur gestrafft wurde, braucht Ihr Körper Ruhe. Wer die postoperativen Anweisungen genau befolgt, vermeidet Komplikationen und darf sich schneller über eine schöne Silhouette freuen.
Was passiert direkt nach der Bauchdeckenstraffung?
Anders als bei kleinen Eingriffen bleiben Sie zu Ihrer Sicherheit meist 1 bis 2 Nächte in der Klinik. Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl sind in den ersten Tagen völlig normal.
Wichtig ist Ihre Haltung: Da die Bauchdecke unter Spannung steht, sollten Sie in den ersten Tagen nicht kerzengerade stehen, sondern eine leicht gebückte Haltung einnehmen. Dies schützt die frischen Nähte. Schonung ist jetzt das oberste Gebot – schweres Heben oder Bücken sind streng verboten.
Warum ist Kompressionswäsche bei der Bauchdeckenstraffung so wichtig?
Sie erhalten ein spezielles Mieder (Bauchgurt), das Sie wie eine zweite Haut begleitet. Es erfüllt drei medizinische Funktionen:
- Es reduziert postoperative Schwellungen.
- Es verhindert die Bildung von Wundwasser (Serome).
- Es stabilisiert die vernähten Bauchmuskeln.
Dieses Mieder muss in der Regel für 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden. Legen Sie es bitte nur kurz für die Körperpflege ab, da ein konstanter Druck für das Anwachsen der Hautschichten entscheidend ist.
Die richtige Schlafposition nach der Bauchdeckenstraffung
Erholung im Schlaf ist essenziell, doch die Position ist eingeschränkt. Das Schlafen auf dem Bauch ist tabu.
Wir empfehlen die Rückenlage mit leicht erhöhtem Oberkörper. Ein Tipp für mehr Komfort: Legen Sie ein Kissen unter die Knie. Dies entspannt die Bauchdecke zusätzlich und verhindert ein Hohlkreuz, was Rückenschmerzen vorbeugt.
Wann bin ich nach der Bauchdeckenstraffung wieder fit?
Der Heilungsprozess verläuft in Etappen. Hier ist ein realistischer Zeitplan:
- Woche 1: Absolute Schonung. Gehen Sie nur für kleine Toilettengänge oder kurze „Thrombose-Spaziergänge“ umher.
- Woche 2: Die Fäden (falls nicht selbstauflösend) werden oft jetzt gezogen. Viele Patienten mit Bürojobs kehren langsam in den Alltag zurück.
- Woche 6: Das Mieder darf abgelegt werden. Sport und schwerere Belastungen sind jetzt meist wieder erlaubt.
Ein striktes Hebeverbot (max. 5 kg) gilt für die ersten sechs Wochen, um die innere Muskelstraffung nicht zu gefährden.
Ernährung nach der Bauchdeckenstraffung
Ihr Körper leistet Schwerstarbeit bei der Reparatur des Gewebes. Unterstützen Sie ihn mit eiweißreicher Kost (Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte), da Proteine die Bausteine der Wundheilung sind.
Verzichten Sie unbedingt auf Nikotin und Alkohol. Rauchen verengt die Gefäße und ist das größte Risiko für Wundheilungsstörungen an der Bauchdecke. Trinken Sie zudem viel Wasser, um den Lymphabfluss anzuregen.
Häufige Fragen zur Heilung
Wann sehe ich das Endergebnis?
Nach 6 Wochen ist der Bauch schon flach, aber bis die letzte Schwellung gewichen ist und die Narbe verblasst, können 6 bis 12 Monate vergehen.
Habe ich starke Schmerzen?
Der Wundschmerz ist meist geringer als erwartet. Was Patienten eher spüren, ist ein starker Muskelkater durch die Straffung der Bauchwand, der sich aber mit Schmerzmitteln gut kontrollieren lässt.