Bauchdeckenstraffung: Bin ich für den Eingriff geeignet?

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Ein flacher, straffer Bauch ist für viele der Inbegriff von Fitness und Ästhetik. Doch das Leben hinterlässt Spuren: Nach Schwangerschaften oder einer starken Gewichtsabnahme bildet sich die Haut oft nicht mehr vollständig zurück.

Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) ist in diesen Fällen eine wirksame Möglichkeit, das Körperprofil sichtbar zu verbessern. Bei diesem Eingriff wird nicht nur überschüssige Haut entfernt, sondern oft auch das innere Muskelkorsett gestrafft, sodass eine deutlich flachere und festere Körpermitte entsteht. Doch wer ist der ideale Kandidat für diesen Eingriff?

Die Grundvoraussetzungen: Gesundheit geht vor

Grundsätzlich kommt die Behandlung für Personen infrage, die unter erschlaffter Haut oder einer geschwächten Bauchwand leiden, die sich durch Sport nicht beheben lässt.

Die besten Ergebnisse erzielen Patientinnen und Patienten, die körperlich gesund sind und ihr Wunschgewicht weitgehend erreicht haben. Wichtig zu verstehen ist: Dieser Eingriff ist keine Methode zur Gewichtsreduktion. Er dient der Formung (Body Contouring), nicht dem Abnehmen.

Ein kritischer Faktor ist der Nikotinkonsum. Da Rauchen die Wundheilung massiv stört, sollten Sie idealerweise Nichtraucher sein oder den Konsum mindestens 4 Wochen vor der OP einstellen.

Wann ist eine Bauchdeckenstraffung sinnvoll?

Es gibt verschiedene Motive, die für eine OP sprechen. Viele Betroffene fühlen sich unwohl, weil trotz eiserner Disziplin, Diät und Sport kleine Fettpolster oder Hautfalten hartnäckig bleiben.

Eine Straffung ist besonders ratsam, wenn:

  • Hängende Hautpartien („Fettschürze“) am Unterbauch stören und Hautreizungen verursachen.
  • Sich die Bauchmuskeln nach einer Schwangerschaft geteilt haben (Rektusdiastase) und die Bauchwand dadurch vorgewölbt ist.
  • Schwangerschaftsstreifen im Unterbauchbereich entfernt werden sollen (diese verschwinden mit der überschüssigen Haut).
  • Sie sich in Kleidung oder Bademode wieder sicher und attraktiv fühlen möchten.

Planung: Der richtige Zeitpunkt

Ein entscheidender Faktor ist die Familienplanung. Idealerweise sollten keine weiteren Schwangerschaften mehr geplant sein. Eine erneute Schwangerschaft ist zwar medizinisch möglich, würde das gestraffte Gewebe jedoch wieder dehnen und das ästhetische Ergebnis beeinträchtigen.

Ebenso wichtig ist Gewichtskonstanz. Größere Gewichtsschwankungen nach der OP können das Resultat negativ beeinflussen. Wir empfehlen daher, das Zielgewicht vor dem Eingriff für mindestens sechs Monate stabil zu halten.

Fazit

Wer die genannten Voraussetzungen erfüllt, kann durch die Operation eine deutliche ästhetische und funktionelle Verbesserung erreichen und das eigene Körpergefühl nachhaltig stärken. Ob der Eingriff für Ihre individuelle Anatomie geeignet ist, klärt sich am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem erfahrenen Facharzt.

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