Bauchdeckenstraffung: 5 Fakten, die Sie wissen müssen

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Der Weg zum Wunschgewicht ist oft lang und steinig. Doch wenn das Ziel erreicht ist, folgt für viele die Ernüchterung: Die Haut am Bauch hat sich durch die starke Dehnung – sei es durch Schwangerschaft oder Übergewicht – nicht zurückgebildet.

Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) ist oft der letzte, entscheidende Schritt, um die Körperkontur wiederherzustellen. Es ist ein großer Eingriff, der gut geplant sein will. Hier sind die fünf wichtigsten Punkte, die Sie vor Ihrer Entscheidung kennen sollten.

1. Für wen ist eine Bauchdeckenstraffung geeignet?

Dieser Eingriff ist kein Ersatz für eine Diät oder Sport. Er dient nicht der Gewichtsabnahme, sondern der Formung (Body Contouring). Die idealen Kandidaten sind Menschen, die ein stabiles Normalgewicht erreicht haben.

Warum ist das wichtig? Starke Gewichtsschwankungen nach der OP können das Ergebnis ruinieren. Wenn Sie Ihr Gewicht halten, ist das Resultat jedoch langfristig beständig und schenkt Ihnen dauerhaft eine neue Silhouette.

2. Was passiert bei der Bauchdeckenstraffung genau?

Viele Patienten denken, es werde „nur Haut weggeschnitten“. Doch ein moderner Eingriff leistet mehr. Neben der Entfernung von Haut und Fettgewebe wird oft auch die Bauchwand stabilisiert.

Nach Schwangerschaften weichen die geraden Bauchmuskeln oft auseinander (Rektusdiastase). Während der OP vernäht der Chirurg diese Muskeln wie ein inneres Korsett. Dies sorgt nicht nur für einen flacheren Bauch, sondern auch für eine schmalere Taille.

3. Vorbereitung auf die Bauchdeckenstraffung

Die Sicherheit beginnt Wochen vor dem Termin. Ein entscheidender Faktor für die Wundheilung ist der Verzicht auf Nikotin.

Rauchen verengt die feinen Blutgefäße, was bei einer so großen Wundfläche zu Durchblutungsstörungen führen kann. Wir empfehlen dringend, den Konsum mindestens 4 Wochen vor der OP einzustellen. Auch chronische Erkrankungen wie Diabetes müssen optimal eingestellt sein, um eine komplikationslose Heilung zu gewährleisten.

4. Heilung nach der Bauchdeckenstraffung

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und erfordert meist einen Klinikaufenthalt von 1 bis 2 Tagen. In der ersten Zeit nach der OP werden Sie leicht gebückt gehen, um die Spannung von der Naht zu nehmen.

Ein wesentlicher Baustein der Nachsorge ist das Tragen eines Kompressionsmieders für ca. 6 Wochen. Es reduziert Schwellungen und hilft der Haut, sich wieder fest an die Muskulatur anzulegen. Planen Sie ausreichend Zeit für die Erholung ein – körperliche Schonung ist jetzt das oberste Gebot.

5. Risiken der Bauchdeckenstraffung verstehen

Wie jede Operation birgt auch diese Risiken, über die wir transparent aufklären. Dazu gehören Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder vorübergehende Gefühlsstörungen am Unterbauch.

Durch die Wahl eines erfahrenen Facharztes und die Einhaltung der Verhaltensregeln lassen sich diese Risiken jedoch minimieren. Ihr Chirurg wird Sie engmaschig betreuen, um sicherzustellen, dass Sie sich bald über Ihren neuen, flachen Bauch freuen können.

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